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Photogalerie (Klicken zum Vergrössern) und Rezensionen: |
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Ruhr Nachrichten-Rezension aus Witten, 03.12.2002: Adam-Eva-Duett setzt Glanzpunkt "Die Schöpfung" in Universität aufgeführt WITTEN - "Stimmt an die Saiten, ergreift die Leier" - so donnerte es am Sonntagabend durch die große Halle auf dem Campus der Uni Witten/Herdecke. Chor und Orchester der Hochschule standen auf der Bühne, um Joseph Haydns Oratorium "Die Schöpfung" aufzuführen. Mit einem besonders noblen Solistentrio trat der junge Universitätsmusikdirektor Ingo Ernst Reihl an, um das mit den beiden Ensembles erarbeitete Opus zu leiten. Die Sänger Benita Borbonus (Sopran), Jörg Nitschke (Tenor) und Almas Svilpa (Bass) sangen sich schnell in die Herzen des ausverkauften Auditoriums. Die zwei männlichen Akteure hatten ihren Part vom ersten Ton an sicher im Griff und gefielen durch lupenreine Intonation und imposante Gestaltung. Die anfangs etwas schwächelnde Sopranistin steigerte sich jedoch mit zunehmender Dauer, um kurz vor Schluss mit zusammen mit dem Bassisten Svilpa das Adam-Eva-Duett zu einem Glanzpunkt werden zu lassen. Glänzend ließen sich die weitgehend jugendlichen Instrumentalisten von Maestro Reihl zu ansprechender Leistung führen. Der Dirigent holte mit seiner filigranen Interpretation wirklich alles aus dem Oratorium heraus. Er verstand es, jedes noch so versteckte Motiv aufzuspüren und dank versierter Musiker zu Gehör zu bringen.Das wohltuend durchsichtig agierende Orchester gab eine durchweg solide Visitenkarte ab und meisterte den recht anspruchsvollen Part der "Schöpfung" ohne Probleme. Kleinere Patzer im Bereich der blasenden Zünfte sind kaum der Rede wert. Wieder einmal war es der Universitätschor, der zum Garanten der Darbietung wurde. Bestens stimmtechnisch "trainiert" legten sie Sänger eine hohe Vokalkultur an den Tag. Die glasklaren Höhen der vielen jungen Sopranstimmen zogen die Zuhörer schnell in den Bann. Von Ingo Ernst Reihl vorgegebene hurtige Tempi konnten den Chor nicht in Verlegenheit bringen. Sie gaben ihm Gelegenheit, stimmtechnisches Vermögen und Flexibilität unter Beweis zu stellen.bol |
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Westfalenpost Hagen am 06.12.2002 Lautmalerische Schöpfung Oratorium von Haydn in der Marienkirche Hagen. (M.H.) Es war eine ungewohnte Freude, in der Adventszeit das große Oratorium "Die Schöpfung" von Joseph Haydn in der gut besuchten Marienkirche zu hören. Der etwa 80 Studierende umfassende Chor der Universität Witten/Herdecke und deren Orchester führten das Werk unter Leitung von Universitätsmusikdirektor Ingo Ernst Reihl (33) mit drei jungen großartigen Solisten auf. Freude an der Darstellung frischer Lebenskraft und Kreativität beflügelte diese Interpretation. Von der einschmeichelnden lyrischen Melodik, der
Lautmalerei in der plastischen Darstellung der Schöpfungsszenen und einer ursprünglichen Originalität lebt das 1799 in Wien uraufgeführte Werk. Bis heute gehören die wuchtigen Chöre auch seperat zum Repertoire sakraler
Chormusik. Ebenso stimmbegabt und ausdrucksstark waren die
Solisten des Oratoriums. Je höher die Stimmlage der Arien des Gabriel und der Eva, umso strahlender klang der lyrisch gefärbte Sopran von Benita Borbonus, die vor zwei Jahren ihr Gesangsstudium abschloss. Mit mühelos lockerer
Koloratur hörte man die zauberhafte Arie von der Erschaffung der Vögel. Bravourös klangen das Girren der Tauben und die Triller von Lerche und Nachtigall. Die Partie des Uriel sang Jörg Nitschke (33), Gründer der "Essener
Vocalisten". Dem Tenorpart hat Haydn in der Rolle des Erzengels die würdevolle Arie von der Erschaffung des Menschen zugedacht, ein gesanglicher Höhepunkt. Westfalenpost Hagen am 06.12.2002 |
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Westfälische Rundschau Dortmund am 07.12.2002" Die Schöpfung" plastisch dargeboten Joseph Haydn weist in seinem Oratorium "Die Schöpfung" auf die Welt hin und lässt sie zum Klang werden. Dass seine Musik über der Zeit steht, dass haben wohl die vielen Besucher in der Propsteikirche empfunden, welche die Aufführung durch den Chor und das Orchester der Universität Witten erleben konnten. Dazu waren drei stimmlich exponierte Solisten verpflichtet. Die Gesamtleitung hatte Ingo Ernst Reihl, der den großen Aufführungsapparat fest im Griff hatte, ihn lenkte und zur stilistisch geprägten Darstellung anregte. Der technischen Präzision war gewiss eine unerhörte Probenarbeit vorausgegangen, die hier ihre Früchte trug. Die Ordnung der Sätze, die klangliche Schönheit und Fülle und edlen Haydnschen musikalischen Einfälle, das alles wurde feinsinnig herausgeschält. Die Erstehung der Welt vollzog sich fast plastisch deutlich vor den Ohren und dem inneren Auge der Zuhörer. Mit drängendem Schwung wurden die Anbetungschöre gesungen, exzellenter Chorgesang dann im fungierten Schlusschor. Das Orchester schilderte mit nachhaltiger Klanggewalt im Eröffnungssatz das große Chaos und ließ mit gewaltigem Schlag das Licht erstrahlen. Streicher und Bläser waren von feinster Stimmung, in der Intonation ohne Makel und differenziert in der Anpassung an die Solisten. Die drei Erzengel waren von stimmlich gleichem Format. Benita Borbonus sang mit glockenreinem Sopran, den sie sicher zur strahlenden Höhe brachte den Gabriel und Eva, Jörg Nitschke, Tenor, brachte mit seinem klaren Tenor als Uriel auch lyrische Stimmung ein. Sehr füllig der Bass, manchmal ein wenig explosiv, immer raumfüllend sang Almas Svilpa den Raphael/Adam. Sehr ausgewogen die Duette Sopran, Bass. Der Dirigent zeichnete die Gattung der Kreatur in feiner Tonmalerei. Es gab lyrische aber auch klangdramatische Momente. Von Charlotte Strothmann |
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WAZ Velbert am 12.12.2002 Weltgeburt und Dankgesang Haydns "Schöpfung" im Mariendom Von Matthias Spruck "Tiefstes Schweigen, gespannteste Aufmerksamkeit, eine - ich möchte sagen - religiöse Verehrung herrschten von dem Augenblick an vor, als der erste Bogenstrich getan wurde." Die Worte des Korrespondenten des "Neuen teutschen Merkur", mit denen er die Atmosphäre bei der Uraufführung des Oratoriums aus der Feder von Joseph Haydn am 19. März 1799 im Wiener Burgtheater beschrieb, haben auch - über 200 Jahre später - ihre Gültigkeit nicht verloren. Eine überaus andächtige Kulturgemeinde hatte sich in Neviges versammelt, um das Ergebnis einjähriger anstrengender Probenarbeit der Universitätsmusiker zu genießen: Mit der "Schöpfung" des seinerzeit 36-jährigen Haydn stand nun bereits das zwölfte große geistliche Werk auf dem Spielplan der akademischen Musikertruppe; begonnen hatten die gern gesehenen Gastspieler im Winter 1992 mit Mozarts Requiem, es folgten danach Verdis Requiem und Bachs h-moll-Messe, zuletzt die "Missa solemnis" von Beethoven. Rund zwei Stunden nahm die Interpretation zwischen anfänglichem Chaos der Weltgeburt und finalem Chor "Singt dem Herrn alle Stimmen!" die zahlreichen Zuhörer im Dom gefangen. Den erlösenden Applaus durften die Musiker und Chef Reihl als Quittung für vollendeten Konzertgenuss mit in ihren Elfenbeinturm nehmen. WAZ Velbert am 12.12.2002 |
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